Iron Overload and Iron Chelator
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Einleitung

Eine Eisenüberladung ist eine schwere Krankheit, die zum Tode führen kann. Sie ist durch Eisenablagerung im Gewebe gekennzeichnet (Hämosiderose). Bei einem starken Überschuss führt die Ablagerung in Herz, Leber und dem endokrinen System zu Funktionsstörungen dieser Organe und einer verringerten Lebenserwartung führt.

Unter normalen Bedingungen bindet Transferrin Eisen stark und schützt das Gewebe vor seinen schädigenden Auswirkungen, jedoch ist die gesamte eisenbindende Kapazität von Transferrin beschränkt. Unter Eisenüberladungbedingungen wird Transferrin gesättigt und aus den Zellen (Makrophagen, Enterozyten) freigesetztes Eisen bindet sich an andere Proteine oder organische Moleküle mit niedrigem Molekulargewicht, um Nicht-Transferrin gebundenes Eisen (NTBI) zu bilden.

Die Eisenkonzentration in der Leber  korreliert mit Überleben

Übernahme mit freundlicher Genehmigung [1]

Eine Eisenüberladung kann zum Tode führen. Eine Studie mit Patienten mit Thalassaemia major zeigte eine negative Korrelation zwischen Eisenkonzentration in der Leber und Überleben. Bei hohen Eisenkonzentrationen (iii) war die Mortalitätsrate signifikant höher als bei niedrigen (i) oder mäßig erhöhten (ii) Spiegeln. Eine hohe Eisenkonzentration wurde definiert als >15 mg Eisen/g des Leber-Trockengewichts; eine mäßig erhöhte Konzentration als 7-15 mg Fe/g und eine niedrige Konzentration als <7 mg Fe/g.

Da der menschliche Körper über keine Mechanismen verfügt, aktiv Eisen auszuscheiden, führt jede Überschreitung dieser begrenzten Speicherkapazität des Körpers zu einer Eisenüberladung. Eisenüberladung kann als primär (genetisch) klassifiziert werden, wenn sie durch eine Störung des Eisengleichgewichts (z.B. hereditäre Hämochromatose) verursacht wird, oder als sekundär (erworben), wenn sie durch eine andere Störung  bzw. die Behandlung einer Störung verursacht wird (z.B. erhöhte Absorption von Eisen in der Nahrung oder Bluttransfusionen).

Die hereditäre Hämochromatose ist die häufigste Erbkrankheit des Menschen [2] und die am häufigsten auftretende genetische Erkrankung bei Personen nordeuropäischer Herkunft mit einer Prävalenz von 3 pro 1000 Personen europäischer Herkunft [3]. Eine Eisenüberladung durch Transfusionen tritt bei Patienten auf, die wiederholt Bluttransfusionen erhalten, wenn die Eisenspiegel nicht richtig eingestellt werden. Andere seltenere Störungen des Eisentransportes, wie z.B. eine alkoholische Lebererkrankung [4] und eine chronische Hepatitis-C-Infektion können ebenfalls zu einer Eisenüberladung führen[5].

Glücklicherweise gibt es einige effektive Behandlungsmethoden gegen die Eisenüberladung. Bei Patienten mit hereditärer Hämochromatose hat die Phlebotomie eine gute Wirkung und reduziert das an Häm gebundene Eisen. Bei Patienten, die eine Eisenüberladung durch Transfusionen oder Störungen des Eisentransports aufweisen sowie bei Patienten mit akuter Eisenvergiftung und  einer eisenbedingten Herzerkrankung ist die Eisenchelattherapie ein effektives Verfahren zur Entfernung von überschüssigem Eisen, das anschließend zu einer signifikant verbesserten Lebenserwartung führt.

Novartis Iron Overload Information

Literatur
(1) Telfer PT, Prestcott E, Holden S, et al. Hepatic iron concentration combined with long-term monitoring of serum ferritin to predict complications of iron overload in thalassaemia major. Br J Haematol. 2000;110(4):971-7. (2) Sheth S, Brittenham GM. Genetic disorders affecting proteins of iron metabolism: clinical implications. Annu Rev Med. 2000;51:443-64. (3) Douabin V, Moirand R, Jouanolle A, et al. Polymorphisms in the HFE gene. Hum Hered. 1999;49(1):21-6. (4) Pietrangelo A. Iron-induced oxidant stress in alcoholic liver fibrogenesis. Alcohol. 2003;30(2):121-9. (5) Farinati F, Cardin R, De Maria N, et al. Iron storage, lipid peroxidation and glutathione turnover in chronic anti-HCV positive hepatitis. J Hepatol. 1995;22(4):449-56.

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Weitere Informationen über Eine Eisenüberladung durch Transfusionen.